Patriarchale Projektion – Das Ende vom Lied.

Das „Nein heisst Nein“ – Gesetz zeigt uns die ganze Absurdität der patriarchalen Urlogik auf, in der wir leben. Das „Nein heisst Nein“- Gesetz richtet sich an Männer. Männer, die Frauen oder Männer belästigen. Es sind keine Fälle bekannt, in denen Frauen Männer oder andere Frauen beispielsweise mit K.O. Tropfen gefügig machen, um sie anschließend zu penetrieren.

Bei näherer Betrachtung des Gesetzes und der damit über Frauen getätigte Aussage, dass sie sich „wehren“ müssen gegen das „Interesse“ bzw. das sogenannte „Kompliment“ eines Mannes, nämlich ihm seiner sexuellen Befriedigung zu dienen, wird deutlich, dass wir im Mittelalter leben. Denn nichts anderes als das Kopftuch im Islam, soll das ausgesprochene „Nein“ im Westen darstellen: Frauen haben sich vor Übergriffen zu schützen mit angemessener Kleidung, mit entsprechender Ausdrucksweise, mit entsprechendem Verhalten, mit entsprechendem Aufenthalten an Orten oder deren Vermeidung.

Das widerspricht wiederum der von kleinauf ansozialisierten Logik der Mädchen, dass sie wiederum Männern gefallen sollen, in dem sie hübsch sind, ihnen folgen, ihnen zustimmen und ihnen nicht widersprechen. Beim Kopftuch wird das besonders deutlich: Eine Frau wird für einen Mann besonders attraktiv, in dem sie ihre Attraktivität versteckt. Eine schizophrene Sozialisation.

Aufgrund der hohen Attraktivität der weiblichen Lebewesen für männliche Lebewesen, da diese aus einer Mutter stammen und auch eine Mutter benötigen, um sich fortzupflanzen, hat die Natur es eigentlich andersherum eingerichtet: In der nicht vom Menschenmann geraubten Natur (Pendant zu Frau by the way) wählen die Weibchen die Männer aus. Dies ermöglicht nicht nur die optimale Selektion, sondern fördert auch die Weiterentwicklung der Arten, da nur Männchen gewählt werden, die besondere Fähigkeiten ausgebildet haben. Zudem vergrößert sich der Genpool, da die weiblichen Wesen mit verschiedenen Männlein Nachkommen zeugen (Exogamie vs. Inzest).

Was hat die Mannheit daraus gemacht in den letzten 10.000 Jahren? Die vorpatriarchalen Hochkulturen werden historisch verleugnet. Sesshaftigkeit, Lebewesenzucht (Mann bestimmt welches Weibchen sich mit welchem Mann paart), Ackerbau, Frauenraub, Kinderausbeutung (= Naturausbeutung) sind die Ergebnisse eines seit über jahrtausenden andauernden Prozesses. Die patriarchale Verdummung ist soweit fortgeschritten, dass die Menschheit heute nicht in der Lage ist den Bau der ägyptischen Pyramiden zu verstehen, die noch eine Erbe der matristischen Denkstrukturen waren, welche auch die Schriften erfunden haben (Schwarze Frauen waren 495.000 Jahre lang die Schöpferinnen dieser Erde, an der Spitze jeglicher Intellektualität!).

Erkennt man die dahinter liegenden Logik und die Abhängigkeit des Mannes zu Frau, ist es zunächst ein schwerer Weg als Frau die eigenen neuronalen Strukturen förmlich „aufzureissen“ und hinter diese Unlogik zu schauen, die sich uns auch im Alltag und jeglichen Strukturen (auch der Wirtschaft zeigt). Die erwachende Frau begreift, dass sie seit dem Tag ihrer Geburt eine höhere Stellung hatte als ihr Bruder und daher übermäßig vielen Angriffen der Mutter und Männer ausgeliefert war. Ob es sich dabei um ständige Kritik, Zurechtweisung, Konkurrenz der Mutter mit der Tochter um die Gunst des Vaters oder Bruders, den Missbrauch als „Ersatzmutter“ (Verkehrung des Eltern-Kind Verhältnisses), ständige unerwünschte Berührungen, belächelt werden und als „geistig behindert/emotional/dumm/infantil“ dargestellt zu werden oder gar handfesten körperlichen und sexuellen Missbrauch handelte. Es wird ihr bewusst, dass bereits kleine Jungs ständig Mädchen aufsuchen, ihnen versuchen zu schmeicheln und mit Wut und Aggression bei Nicht-Reaktion reagieren. Es wird der erwachenden Frau deutlich, dass sie nie im Leben hätte irgendwas tun müssen: Ihre Stellung ist die höchste in der Natur und das hat seinen Grund in ihrer ausgeprägten emphatischen Denkweise, die sie als Kind noch stark lebt und die dafür sorgt, dass Männer sich zivilisiert Verhalten und nicht – wie in Männergesellschaften – ersichtlich durch ihr natürlich angelegtes Konkurrenz- und Balzverhalten sich gegenseitig und die Frauen und Kinder,  die dazwischen geraten, zerstören.

Die Aufgabe eines weiblichen Wesens ist nichts anderes als das SEIN und den Blick über die Gruppe zu wahren und dafür zu sorgen, dass jede Person ihre besten Entfaltungsmöglichkeiten hat. Eine Frau hat keine Notwendigkeit sich äußerlich oder innerlich irgendwelchen Normen anzupassen, denn sie ist hochbegehrt, sie muss nicht nett sein, oder brav: Denn sie ist hochbegehrt. Sie muss sich nicht besonders stark an Regeln halten: Sie erstellt sie, da es in ihr angelegt ist, sich über das Wohl der Gruppe zu definieren (was ein Junge erst durch seine Mutter in den Kinderjahren lernen muss).

Am Ende dieses Weges weiß jede Frau, dass sie in den Fängen der patriarchalen Unlogik ihren Platz finden muss. Sie erkennt jegliche Projektionen („Du bist doch untervögelt“ „Frauen machen Krieg“ „Frauen sind irrational“), mit denen sie das Patriarchat bespielt. Sie entzieht sich jenen Dingen.

Sie lebt endlich. Sie ist Schöpferin.

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